
Nur Stunden nachdem die Tauern-Autobahn A10 nach einer fünftägigen Tunnelsperre wieder zweispurig freigegeben war, stoppte eine Doppel-Kollision am Sonntagmorgen den Pfingstreiseverkehr erneut. Zwischen Golling-West und dem Zetzenbergtunnel krachten zwei Pkw und ein Kleintransporter ineinander; kurze Zeit später blockierte ein zweiter Unfall den Ofenauertunnel. Die Asfinag verhängte eine Totalsperre Richtung Süden, der Verkehr staute sich bis Hallein. Salzburg24 dokumentierte die Lage in einem Live-Ticker: Um 09:00 Uhr betrug der Zeitverlust auf der Ausweichroute B159 bereits 45 Minuten; um 10:13 Uhr meldete der ÖAMTC „nahezu Stillstand“ in beiden Fahrtrichtungen. Erst gegen 13:00 Uhr konnte die Autobahn wieder schrittweise freigegeben werden. Eine parallel aufgetretene Stellwerkstörung am Salzburger Hauptbahnhof verschärfte die Situation, weil viele Reisende spontan auf den Zug umsteigen wollten.
Wer wegen der Sperren kurzfristig auf eine Route über Slowenien oder Kroatien ausweichen muss, sollte dabei auch die Einreisebestimmungen im Blick behalten. VisaHQ liefert dafür schnell und unkompliziert alle nötigen Informationen und unterstützt bei der Beantragung von Visa – mehr dazu unter https://www.visahq.com/austria/
Für Firmen, die auf Just-in-Time-Lieferungen von Slowenien oder Kärnten nach Deutschland setzen, bedeutete die Sperre kalkulatorische Mehrkosten von bis zu 20 % laut Speditionsverband ZV. Tourismusbetriebe im Pongau befürchten Abreisenochshows, weil Gäste ihre Rückfahrt abbrechen oder verschieben. Bürgermeister entlang der Salzachtalstraße warnten vor „Vollchaos“, falls sich ähnliche Vorfälle in der Hauptsaison wiederholen. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die fehlende Resilienz der wichtigsten Nord-Süd-Route Österreichs. Obwohl die zweite Röhre des Tauerntunnels seit 2011 in Betrieb ist, bleibt das System empfindlich gegenüber Unfällen und Baustellen. Die Asfinag plant ab 2027 ein dynamisches Lkw-Dosiersystem, doch bis dahin appellieren Behörden an Unternehmen, Nachtfahrten und alternative Verkehrsträger stärker zu nutzen. Wer in den kommenden Tagen Richtung Adria oder Kärnten aufbricht, sollte laut ÖAMTC mindestens eine Stunde Puffer einplanen und die digitale Vignette rechtzeitig aktivieren. Zugreisende sollten sich auf kurzfristige Umleitungen über die Westbahn und den Koralm-Tunnel einstellen, falls Reparaturarbeiten am Stellwerk länger dauern.
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