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Bundesregierung verteidigt Millionen-Budget für Fachkräfteportal „Make it in Germany“

Apr 3, 2026
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Bundesregierung verteidigt Millionen-Budget für Fachkräfteportal „Make it in Germany“
Die Bundesregierung hat am 2. April 2026 eine Antwort auf eine Kleine Anfrage veröffentlicht, in der sie erstmals detailliert offenlegt, was das Informations- und Beratungsportal „Make it in Germany“ seit seiner Gründung 2012 gekostet hat. Demnach flossen bis Ende 2025 insgesamt 35,8 Mio. € in Betrieb, Weiter­entwicklung und internationale Werbekampagnen.

Bundesregierung verteidigt Millionen-Budget für Fachkräfteportal „Make it in Germany“


Unabhängig von staatlichen Angeboten können Unternehmen und Fachkräfte auch auf spezialisierte Dienstleister zurückgreifen: VisaHQ unterstützt etwa mit individuellen Visa-Checks, Antragsservice und Status-Tracking für mehr als 200 Länder und erleichtert so den Zugang zu den nötigen Dokumenten. Einen Überblick über die Leistungen für Deutschland finden Sie unter https://www.visahq.com/germany/

Allein 16,36 Mio. € entfielen dabei auf Marketing-Maßnahmen in klassischen und sozialen Medien. Das Portal wird weiterhin vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gesteuert; ein Ressort­wechsel oder eine Ausweitung des aktuell vier­sprachigen Angebots (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) ist laut Regierung „derzeit nicht vorgesehen“. Kritiker – darunter Verbände der Auslands­wirtschaft – bemängeln, dass das Portal zwar wertvolle Erst­informationen liefert, aber keine direkten Vermittlungs- oder Genehmigungs­prozesse anbietet. Befürworter heben die mehr als 1 Mio. Beratungs­kontakte über die angeschlossene Hotline hervor und verweisen auf steigende Zugriffs­zahlen aus wichtigen Herkunfts­ländern wie Indien, Marokko und Ägypten. Für Global-Mobility-Manager in deutschen Unternehmen ist die Transparenz wichtig, weil sie Rückschlüsse auf die künftige Digital­strategie der Regierung zulässt. Sollten – wie bereits diskutiert – künftig zusätzliche digitale „Work-and-Stay-Agenturen“ entstehen, müssten HR-Abteilungen damit rechnen, mehrere Plattformen parallel zu bedienen. Vor allem KMU könnten dadurch höheren Koordinations­aufwand haben. Praktisch relevant bleibt das Portal dennoch: Es bündelt amtliche Informationen zu sämtlichen Visum- und Aufenthalts­kategorien, listet Checklisten auf und verlinkt zu offiziellen Formularen. Für Personal­abteilungen, die ausländische Fachkräfte anwerben, bleibt es damit eine verlässliche erste Anlauf­stelle – allerdings ohne die Möglichkeit, Anträge digital weiterzureichen oder Bearbeitungs­stände zu verfolgen. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit „Make it in Germany“ im Mittelfeld: Kanada und Australien bieten längst trans­aktions­fähige Portale, über die Einwanderer nicht nur Informationen abrufen, sondern auch Anträge einreichen und ihre Profile fortlaufend aktualisieren können. HR-Teams sollten deshalb zusätzliche Tools oder Dienst­leister einplanen, wenn sie Prozess-Tracking oder mehr­sprachige Unterstützung benötigen.

German Visas & Immigration Team @ VisaHQ

VisaHQ's expert visas and immigration team helps individuals and companies navigate global travel, work, and residency requirements. We handle document preparation, application filings, government agencies coordination, every aspect necessary to ensure fast, compliant, and stress-free approvals.

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